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4-Mast-Bark

 
 

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Das Original:
Segel-Schiff, Typ 4-Mast-Bark, Baujahr: 1905, Höchstgeschwindigkeit: 16 Kn, Länge: 96,34 m, Breite: 14,14 m, Tiefgang: 7,26 m, Gewicht: 3.020 BRT, 4 Masten mit 32 Segeln und 3.600 qm Segelfläche, Maschine: 1 Krupp Diesel mit 900 PS,
Besatzung: 28-33 Mann, als Segelschulschiff 86 Mann.

Die Pamir wurde 1905 von Blohm&Voss für die Reederei Laeisz/Hamburg gebaut und fuhr bis 1914 zwischen Deutschland und Chile. Den 1. Weltkrieg überdauerte sie auf der Insel Palma und wurde nach dem Krieg als Reparationsleistung an Italien übergeben. 1924 wurde die Pamir von der Reederei Laeisz für Nitrat-Fahrten nach Südamerika wieder zurückgekauft, 1931 aber an den finnischen Reeder Erikson verkauft. 1941 wurde die Pamir von der neuseeländischen Regierung als Prise festgehalten, fuhr nach einem Umbau als frachtfahrendes Schulschiff für die Newzealand Union Shipping Company und wurde 1948 an Erikson zurückgegeben. 1950 an einen belgischen Abwracker übergeben, wurde sie, zusammen mit der Passat, nach Deutschland zurückgekauft und diente, nach einer Generalüberholung und Ausrüstung mit modernsten navigatorischen Hilfsmitteln, als Segelschulschiff.. Sie gehörte zu den wegen ihrer Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit berühmten Flying-P-Linern. 1932 gewann sie die sogenannte Weizenregatta, eine Wettfahrt von Großseglern auf Frachtfahrt von Australien nach Europa. 1949 umrundete die Pamir als letzter Windjammer ohne Hilfsmotor Kap Hoorn auf Frachtfahrt. In den 1950er Jahren wurde sie, ebenso wie die Passat, als frachtfahrendes Segelschulschiff für die deutsche Handelsschifffahrt eingesetzt. Die beiden Schiffe waren die letzten frachtfahrenden Großsegler Deutschlands und gehörten (mit der Omega) zu den letzten drei frachtfahrenden Großseglern weltweit.

Die Pamir sank auf der Heimreise von Buenos Aires am 21.9.1957 ca. 600 Km südwestlich der Azoren in einem Hurrikan, wobei 80 der 86 Besatzungsmitglieder, darunter viele jugendliche Kadetten, ums Leben kamen. Die Unglücksursache ist bis heute umstritten: Das Seeamt Lübeck entschied auf eine falsche Stauung der Ladung aus Gerste, die verspätete Reduzierung der Segelfläche im Sturm und einkommendes Wasser durch unverschlossene Schiffsöffnungen. Der Anwalt der Reederei hingegen argumentierte in der Seeamtsverhandlung für ein Leckschlagen des Schiffes im Sturm. Der Verlust der Pamir leitete international eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen für Großsegler und Schulschiffe ein.

 

Das Modell:
Maßstab: 1 : 125, Länge: 77 cm, Breite: 9,5 cm, Höhe: 46 cm

Nach einem Bausatz von Graupner 1966 als reines Standmodell mit 32 Segeln gebaut.

Die Funktionen:
Reines Standmodell

Der Erbauer:
Dieter Wiegand

 


Details der Pamir


Der Bug der Pamir


Mittschiffs ...


...und das Deck

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